Rauchschwalben auf dem Rückweg ins Brutgebiet (Stand: 08.04.2021)

Die Rauchschwalben aus dem Kohrener Land haben ihre Überwinterungsquartiere im zentralen Afrika bereits im März verlassen. Sie befinden sich auf dem Weg in ihre Brutgebiete. In den letzten Märztagen konnten die ersten Rückkehrer auf Gehöften des Kohrener Landes auch schon wieder beobachtet werden. In den Teichgebieten der Region wurden sogar schon Gruppen von fast 100 Rauchschwalben, aber auch Mehl- und Uferschwalben, beobachtet. Die Mehrzahl der Rauchschwalben wird aus Erfahrungen der Vorjahre sicher erst zwischen Mitte April und Anfang Mai im Brutgebiet ankommen.

Jetzt ist es Zeit die Brutplätze im Kohrener Land für die Schwalben vorzubereiten. Holzschutzmittel und andere Insektizide sollten hier nicht mehr eingesetzt werden. Ebenso muss die Entscheidung getroffen werden, in welchen Gebäudeteilen die Schwalben brüten dürfen und an welchen nicht. Danach müssen die gewählten Fenster oder Türen offen gehalten werden. Dort, wo Schwalbenester in den letzten Jahren abgefallen sind, sollten künstliche Nisthilfen angebracht werden. Hinweise dazu finden Sie in unserer Rubrik „Schutz“ auf dieser Homepage.

Wir werden ab Mitte Mai wieder die Gehöfte im Kohrener Land aufsuchen und die Brutbestände der Rauchschwalbe für das Frühjahr 2021 erfassen. Dann stehen wir Ihnen auch wieder beratend zum Thema Schwalbenschutz zur Seite.

Presse: FROHBURGER NACHRICHTEN Nr. 1 // 202118 – SONSTIGE MITTEILUNGEN

Moderne Technik für die Erforschung
des Vogelzugs

Mit Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse
Leipzig sammeln die Naturschützer der GRÜNEN LIGA Kohrener Land
Erkenntnisse über die für die Region so typischen Rauchschwalben.
Im vergangenen Jahr haben sie 22 Geolokatoren an Altvögeln der
Rauchschwalbe angebracht. Sie sollten neue Erkenntnisse zum
Zug dieser bestandsbedrohten Vogelart liefern. In diesem Jahr ist
es dem Umweltverband gelungen, sechs Rauchschwalben an ihren
Brutorten wieder einzufangen und die Geolokatoren zu bergen. Nun
gehen sechs Geolokatoren auf ihre Rückreise zur Herstellerfirma
Lotek in Nordengland. Hier werden die Daten ausgelesen und an-
schließend ausgewertet. Aus den gewonnenen Daten können Wan-
derungskarten hergestellt werden, die genau beschreiben, wo sich
die Rauchschwalben im letzten Jahr aufgehalten haben. „Forschung
an der Rauchschwalbe ist wichtig, um mehr über diese bedrohte
Vogelart zu lernen. Wenn wir eine genauere Kenntnis haben, wo die
Vogelart rastet und überwintert, kann sie zukünftig besser geschützt
werden“, so Wolfgang Klinger, Vorstandsvorsitzender der Sparkas-
senstiftung, die dieses Projekt mit 5.000 Euro förderte. 2005 hat-
te die Stiftung bereits ein ähnliches Projekt der GRÜNEN LIGA mit
3.000 Euro ermöglicht.
Geolokatoren messen die Intensität des Sonnenlichts und zeichnen
diese zusammen mit der genauen Uhrzeit auf. Aus diesen Daten
können sodann die Dämmerungszeiten und daraus wiederum geo-
grafische Längen und Breiten berechnet werden. Ein Nachteil der
Technik: Der Lokator sendet keine Signale. Der markierte Vogel muss
also wieder gefangen werden. Die Mitglieder der GRÜNEN LIGA Koh-
rener Land, die diese Aufgabe übernommen hatten, sind mit der
„Rücklaufquote“ von mehr als 25 Prozent hochzufrieden – schließlich
haben die Vögel und damit die Lokatoren einen hunderte Kilometer
langen Weg voller Gefährdungen hinter sich.
Aufgabe der Kultur- und Umweltstiftung ist es, die Natur und den
kulturellen Reichtum im Alt-Kreis Leipziger Land zu bewahren. Die
Förderprojekte werden aus den Erträgen des Stiftungsvermögens
sowie durch Zuwendungen und Spenden Dritter unterstützt. Geför-
dert wird nur auf Antragstellung bis zum 15. September eines jeden
Jahres für das Folgejahr.

Weitere Informationen hierzu unter
www.kulturundumweltstiftung.de/de/stiftung/antragstellung/
Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig

Menckestraße 27, 04155 Leipzig, Telefon: 0341 5629661
E-Mail: info@kultur-undumweltstiftung.de
www.kultur-undumweltstiftung.de