Unser Themen wie Umweltschutz, Denkmalpflege und Artenschutz entwickeln sich besonders durch den lebhaften und gestalteten Austausch zwischen ländlichem und urbanem Raum.
Die Rauchschwalben im Kohrener Land sind nach einer kurzen Pause ihrer ersten Brut nun zu einer zweiten geschritten. Leider wurde unsere Hoffnung, dass sich die Anzahl der Altvögel im Juni größer wird, nicht erfüllt. Sie hat sich nicht erhöht. Somit müssen wir klar feststellen, dass 2021 das schlechteste Jahr seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Jahr 2003 für den Brutbestand der Rauchschwalbe im Kohrener Land ist.
Wir haben mit den Untersuchungen der Population Ende Mai begonnen. So war es möglich bis Anfang Juli über 275 Jungvögel, 45 Altvögel mit Ringen der Markierungszentrale Hiddensee zu versehen. Ebenso konnten wir 10 Altvögel aus den Vorjahren am Brutplatz kontrollieren.
Nun sind wir auf der Suche nach den Ursachen für diese Tendenz. Und wir sind auf ein Phänomen gestoßen: Wir haben auch 2021 wieder, wie in den Jahren zuvor, viele Altvögel an den Brutplätzen kontrolliert. Dabei mussten wir feststellen, dass viele Brutvögel, die wir in den letzten Jahren markiert haben, in diesem Jahr sich nicht mehr an ihrem aktuellen Brutplatz aufhalten. Das ist ungewöhnlich: Normalerweise kehren ungefähr 35 – 41 Prozent der Altvögel an ihren Brutplatz zurück. Das sind unsere Erfahrungen aus den Vorjahren. In diesem Jahr sind es nur etwa 25 Prozent der Altvögel. Irgendetwas muss ihnen auf dem langen Weg in die Überwinterungsgebiete nach Afrika und zurück passiert sein … Als positiv kann immerhin gesehen werden: Wir haben festgestellt, dass in die Lücken, die die nicht zurückgekehrten Altvögel gerissen haben, durch Altvögel unbekannter Herkunft unmittelbar geschlossen wurden. Die entstandenen Lücken wurde also sofort, wenn auch nicht vollkommen, geschlossen. Das deutet auf eine relativ hohe ökologische Kompensationsfähigkeit hin, die wir 2021 beobachteten.
Von 2020 bis 2024 haben wir als GRÜNE LIGA Kohrener Land e.V. in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gehöften und tollen Freiwilligen die Rauchschwalbenpopulation im Kohrener Land auf ihre Größe und ihre Reproduktionsfähigkeit untersucht. Dabei wurden Jung- und Altvögel mit Fußringen markiert aber auch und das ist neu: Geolokatoren eingesetzt.
Wir erhoffen uns durch diese neue Technik wichtige neue Erkenntnisse zum Zuge dieser im Rückgang befindlichen Art.
Zuständig für die Durchführung des ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.
Unsere jahrelange Arbeit kann nur nachhaltige Ergebnisse und Wirkung bei den Rauchschwalben im Kohrener Land erzielen, wenn ein stetige Unterstützung finden. Wir bedanken uns für allen Spenden und den Projektförderungen.




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