Unser Themen wie Umweltschutz, Denkmalpflege und Artenschutz entwickeln sich besonders durch den lebhaften und gestalteten Austausch zwischen ländlichem und urbanem Raum.
In unserer Region werden seit etwa zehn Tagen die ersten zurückkehrenden Rauchschwalben beobachtet. Meist geschah das in Teichgebieten. In den nächsten Tagen ist damit zu rechnen, dass dann auch die ersten Schwalben auf den Gehöften erscheinen. Der größte Teil der Zugvögel wird aber sicher erst Mitte April bis Mitte Mai in ihr angestammtes Brutgebiet zurückkehren.
Jetzt ist die Zeit für Gehöftbesitzer gekommen, um zu entscheiden, wo die Rauchschwalbe dieses Jahr brüten darf – und wo nicht. Bitte schließen Sie Türen und Fenster, wo die Schwalben kein Nest bauen sollen. An möglichen Brutplätzen der Rauchschwalbe hingegen muss das Spritzen von Holzschutzmitteln und anderen Insektiziden unbedingt unterlassen bleiben. Um Gegenstände vor Verschmutzung zu schützen, empfiehlt sich die Anbringung von Kotbrettern direkt unter die Nester.
Und noch ein Tipp: Rauchschwalben brauchen als Nahrung große Mengen kleiner Fluginsekten. Eine extensive Tierhaltung stellt diese Nahrung zur Verfügung. Existieren Misthaufen auf den Gehöften, bieten sie einen Garant für Rauchschwalbenbruten und vergrößern deutlich die Zahl der brütenden Rauchschwalbenpaare. Haben Sie Mut, einen Misthaufen wieder anzulegen! Auch blühende Wiesen werden bevorzugt von Fluginsekten angeflogen. Die sind die Nahrung der Rauchschwalbe.
Alte Rauschwalbennester sollten eigentlich nicht abgenommen werden, da diese gern wieder genutzt werden. Allerdings zeigen unsere Erfahrungen der letzten, recht trockenen Jahre, dass lockere Nester von den Schwalben nicht stabilisiert werden. Sie fallen gerade dann ab, wenn die Jungvögel größer gewachsen sind, aber noch nicht fliegen können. Lockere Nester können deshalb entfernt und durch künstliche Nisthilfen ersetzt werden.
Dank der Unterstützung der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt können wir auch im Jahr 2023 Grundstückbesitzern im Kohrener Land auf den von uns kontrollierten Gehöften Nisthilfen kostenfrei zur Verfügung stellen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie diese benötigen.
Ab Mitte Mai werden wir dann wieder bei Ihnen auf den Gehöften erscheinen, die Bruten kontrollieren und Sie beim Schutz Ihrer Rauschwalben unterstützen.
Von 2020 bis 2024 haben wir als GRÜNE LIGA Kohrener Land e.V. in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gehöften und tollen Freiwilligen die Rauchschwalbenpopulation im Kohrener Land auf ihre Größe und ihre Reproduktionsfähigkeit untersucht. Dabei wurden Jung- und Altvögel mit Fußringen markiert aber auch und das ist neu: Geolokatoren eingesetzt.
Wir erhoffen uns durch diese neue Technik wichtige neue Erkenntnisse zum Zuge dieser im Rückgang befindlichen Art.
Zuständig für die Durchführung des ELER-Förderung im Freistaat Sachsen ist das Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Referat Förderstrategie, ELER-Verwaltungsbehörde.
Unsere jahrelange Arbeit kann nur nachhaltige Ergebnisse und Wirkung bei den Rauchschwalben im Kohrener Land erzielen, wenn ein stetige Unterstützung finden. Wir bedanken uns für allen Spenden und den Projektförderungen.




Unser Themen wie Umweltschutz, Denkmalpflege und Artenschutz entwickeln sich besonders durch den lebhaften und gestalteten Austausch zwischen ländlichem und urbanem Raum.
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