Stand 10.04.2024

In den letzten Jahren kamen die ersten Rauchschwalben aus ihrem Winterquartier in Afrika in den ersten Apriltagen in den Gehöften des Kohrener Landes an. Dieses Jahr sind schon einige Gehöfte mit mehreren Einzeltieren oder gar mit Paaren besetzt. Deshalb sollten die Grundstückbesitzer jetzt die Entscheidung treffen:

Wo dürfen die Schwalben dieses Jahr einfliegen dürfen und wo nicht?

  • Die betreffenden Räume müssen nun durchgehend offenbleiben.
  • Auf den Einsatz von Holzschutzmitteln und Insektiziden ist hier zu verzichten.
  • Man sollte die Nester gegen den Zugriff von Katzen sichern.
  • Bei Verunreinigungen hilft es, ein Kot-Brett unter den Nestern anzubringen, um Verschmutzungen zu reduzieren.

Rauchschwalben benötigen ausreichend kleine Fluginsekten als Nahrung. Sonst brüten sie nicht. In Gärten um die Brutplätze der Schwalben sollten keine Pestizide eingesetzt werden. Und der Rasen sollte hier möglichst wenig gemäht werden, denn dann können Kräuter blühen, die Insekten Lebensraum und Nahrung bieten.

Ab Mitte Mai sind wir wieder auf den Höfen des Kohrener Landes unterwegs. Wir werden die Zahl der Bruten erfassen, Jungtiere beringen und zurückkehrende Altvögel ermitteln.

Dank einer finanziellen Unterstützung von der Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig und der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt können wir auch dieses Jahr in unserem Untersuchungsgebiet bei Bedarf kostenfreie Nisthilfen für Rauchschwalben bereitstellen. Wer nicht so lange warten will: Diese gibt es auch im gut sortierten Fachhandel zu kaufen.

In diesem Jahr konnten www.ornitho.de zufolge die ersten Rauchschwalben an Gewässern Mitteldeutschlands beobachtet werden. Normalerweise kehren jedes Jahr um den 1. April die ersten Schwalben in die Gehöfte im Kohrener Land zurück. Das Gros der Vögel wird aber erst ab Mitte April erwartet.

Die Geolokatoren, die wir in den letzten beiden Jahren von den Rauchschwalben bergen konnten, befinden sich bei einem Spezialisten in der Auswertung. Er deutete uns gegenüber an, dass wir mit interessanten und auch neuen Ergebnissen rechnen können.