Viel Nahrung, wenig Rauchschwalben (Stand 30.06.2024)

Die GRÜNE LIGA hatte Ende Mai damit begonnen, den Rauchschwalbenbrutbestand im Kohrener Land zu erfassen. Das konnte bis heute fast vollständig abgeschlossen werden. Die erste Brut neigt sich nun auch dem Ende entgegen. Die Jungvögel sind in vielen Gehöften bereits ausgeflogen. In anderen wird noch fleißig gefüttert.

Aufgrund des relativ feuchten Frühjahrs sind dieses Jahr relativ viele kleine Fluginsekten vorzufinden – die vorwiegende Nahrung der Rauchschwalbe. Allerdings wirkt sich dieses große Nahrungsangebot nicht sofort auf die Größe der aktuellen Brutpopulation aus.

Die 2024 nicht besetzten sowie die mit mehr Brutpaaren belegten Einzelbrutplätze halten sich etwa die Waage. Jedoch umfassen „unsere“ Kolonien um 30 bis 50 Prozent geringere Brutbestände im Vergleich zum Vorjahr. Der Bestand der Art im Kohrener Land ist zwar deutlich niedriger im Jahr 2024. Jedoch konnten wir viele 6er-Bruten feststellen.

Der Fang von Jung- und Altvögeln zur Beringung nahm auch im Juni wieder breiten Raum ein. An vielen Brutorten konnten wir die gleichen Brutvögel nachwiesen. Leider ist es uns nicht gelungen, in Eschefeld den über sechs Jahre anwesenden Altvogel wieder vorzufinden. Hier brütet jetzt eine neue Schwalbe.

Einen schönen Erfolg können wir an dieser Stelle aufführen: Uns gelang es, zwei eingesetzte Geolokatoren zu bergen. Diese werden nun einer Auswertung zugeführt.

Unser Angebot an künstlichen Nisthilfen für Rauch- und Mehlschwalbe im Kohrener Land steht auch dieses Jahr wieder zur Verfügung. Wer Interesse hat, melde sich gern bei uns!